Andreas Bangheri (li.) im Gespräch mit Klaus Paukovits: „Energieberater können keine Sicherheit vermitteln, so wie es der Installateur kann.“

Heizung

Vom COP zur JAZ

Wärmepumpen-Pionier Andreas Bangheri (Heliotherm) über die Effizienz der Technologie.

Über die Effizienz von Luft-Wärmepumpen gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Dabei ist nicht nur die Sinnhaftigkeit der Verwendung dieser Technologie in bestimmten Einsatzgebieten umstritten, es gibt auch verschiedene Methoden zur Effizienzmessung. Andreas Bangheri, Gründer und Geschäftsführer der Firma Heliotherm, nimmt im Gespräch mit „Der österreichische Installateur“ zu diesem und anderen kontroversiellen Thema Stellung. Der Wärmepumpen-Pionier spricht auch über das mögliche Verbot von elektrischen Direktheizungen, warum Feldtests von unabhängiger Stelle besser sind als rechnerisch ermittelte Zahlen und wieso der Ins­tallateur den Energieberatern nicht das Feld überlassen sollte.

Herr Bangheri, die Effizienz von Luft-Wärmepumpen ist in vielerlei Hinsicht umstritten. Wie kann man grundsätzlich die Effizienz von Wärmepumpen messen?
Andreas Bangheri: Das ist ein äußerst sensibles Thema. Während sich Erdwärmepumpen als unbestritten effiziente Technologie durchgesetzt und einen guten Namen gemacht haben, ist die Situation bei der Wärmequelle Luft derzeit nicht so klar. Das beginnt schon bei der Bemessung der Effizienz, bei der nicht immer alle vom gleichen reden. So gibt es zum Beispiel zwei
europäische Normen, nach denen die Effizienz gemessen werden kann: zum einen die EN 255, die aber nicht mehr gültig ist, und die EN 14511, die 2009 in Kraft getreten ist. Auch die Frage der Temperaturspreizung und des angegebenen Messpunkts wird unterschiedlich gehandhabt. Fünf Kalvin mehr oder weniger Temperaturspreizung beim Messen verändern den COP gleich um bis zu drei Zehntelpunkte. Leider geben nicht alle Mitbewerber die gleichen Daten in ihren Unterlagen an.

Das gesamte Interview mit Andreas Bangheri in Ausgabe 4/2011 ab Seite 56.

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Editorial 4 2011
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