
Sanitär
Im Zeichen der Vielseitigkeit
Der Trend auf der Cersaie ging zu einem multifunktionellen Badezimmer mit kombinierbaren Elementen.
Bologna setzt auf ein vielseitiges Angebot, das vom Wellnesspool bis zur Körperpflege reicht und viele Designermöbel präsentiert, wieder mehr Farbe ins Badezimmer bringt und viel Spielraum für die eigene Kreativität lässt.
Jedes Jahr gibt sich die italienische Badebranche im Herbst ein Stelldichein in Bologna. Was Rang und Namen hat, zeigt dort zur Messe Cersaie seine neuesten Produkte. Wo man dieses Jahr hinblickte, entdeckte man ein noch nie dagewesenes, facettenreiches Angebot. Wer überzeugt war, dass mittlerweile schon alles zum Thema „Bad“ erfunden worden ist, der konnte in Bologna eines
Anderen belehrt werden. Nicht nur waschen, regenerieren, dank Chromotherapie sich selbst finden – mehr noch – jetzt bieten die Hersteller mitunter auch Textilien – und warum auch nicht? – Düfte und Körperlotions an. Wer bis vor kurzem hauptsächlich Accessoires produzierte, präsentiert nun auch Bademöbel, wer bis gestern vorrangig Mosaike herstellte, bringt nun auch Keramikteile auf den Markt, und um das Angebot vielseitiger denn je zu gestalten, stehen auf den Messeständen neben Klopapier- und Handtuchhaltern nun auch Kosmetikprodukte. Je vielseitiger, umso besser – scheint die Devise der diesjährigen Cersaie gewesen zu sein!
Obwohl sich die Produktpalette dadurch fast unüberschaubar gestaltete, hatte man dennoch nie den Eindruck, sich auf einem Bazar zu befinden. Erstklassiger Präsentation und außergewöhnlicher Kreativität hat es die Cersaie-Messe zu verdanken, dass sie nach wie vor und trotz vieler „Zusatzangebote“ ihr charmantes Flair beibehalten konnte.
Auch die schlechte wirtschaftliche Situation konnte der Anziehungskraft des Badezimmers nichts anhaben. Mehr Designer denn je, auch solche, die sich üblicherweise um anderes kümmern, wenden sich ihm zu. So haben etwa Doriana und Massimiliano Fuksas ihr erstes Produkt für das Badezimmer entworfen: das Waschbecken Impronta für Catalano, das den unverkennbaren, eleganten, architektonischen Stil des römischen Designerpaars widerspiegelt. Auch der neue italienische Stern am Designhimmel, Luca Nichetto, konnte bei der Cersaie seine Premiere feiern. Für Globo entwarf er seine erste Badezimmerkollektion: Affetto besteht aus über 50 Elementen, die alle in ihrer Form betrachtet relativiert wurden. Schlichte Keramikteile und Möbel, die durch ein essentielles, aber nie kühles Design gekennzeichnet sind. Durch die Gegebenheit, Teile der Kollektion miteinander kombinieren zu können, entsteht für den Endkunden ein Badezimmer, das den unterschiedlichen Lebensabschnitten (Umzug, neuer Lebenspartner, …) angepasst werden kann. Globo liegt mit Affetto somit vollkommen im Trend der aktuellen Badezimmereinrichtung, die sich durch zunehmend flexibler gestaltete Möbel für oftmalige Verwendung in unterschiedlichen Badezimmern auszeichnet.
Lesen Sie den gesamten Bericht von unserer Korrespondentin Martina Winkler in der aktuellen Ausgabe 10/2011 ab Seite 24.
