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Editorial 12/2011
Ein Relaunch ist der Ego-Trip eines neuen Blattmachers! Nicht immer!
Was ist eigentlich ein Relaunch? „Ein Relaunch ist meist nur der Ego-Trip eines neu installierten Blattmachers“, hat der große österreichische Zeitungsgründer und Standard-Herausgeber Oscar Bronner einmal gesagt. Das ist mein Lieblingszitat
zu diesem Thema. Weil es stimmt.
Und warum haben wir den „Gelben Installateur“ dann relauncht? Klar, die Frage liegt auf der Hand. Denn es bleibt für Sie ja das bewährte Team an der Arbeit, und unsere Egos sind auch nicht plötzlich über Nacht so gewachsen, dass wir sie auf einen Trip schicken müssten. Also: Warum dieser Relaunch?
„Der österreichische Installateur“ wird 65 Jahre alt. Das feiern wir in dieser Ausgabe. Sie brauchen das Heft nur einmal umzudrehen, dann können Sie schon mitfeiern. Zudem steht im Jänner die Branchenmesse „Aquatherm“ an. (Da feiern wir übrigens erst so richtig, merken Sie sich schon mal den 24. Jänner ab 18 Uhr vor!). Das Zusammentreffen dieser beiden Termine haben wir zum Anlass genommen, dem ehrwürdigen „Gelben Installateur“ nach sieben Jahren im selben Layout wieder einmal ein leichtes Facelifting zu gönnen.
Ich sage Ihnen auch, was wir nicht getan haben. Wenn ein Relaunch ansteht, fallen in Verlagen die üblichen Stehsätze von wegen „größere Fotos“ und „mehr Weißraum“ und „schlankere Struktur“ und ähnlicher, gut klingender, aber inhaltsleerer neoliberaler Quatsch. Das hat oft genug zur Folge, dass am Ende alle Medien gleich aussehen: Große Fotos, viel weiße Fläche rundherum und oben irgendwelche Fantasiebegriffe, die kaum einen Hinweis mehr darauf geben, um was
es eigentlich geht. Weil darauf vergessen wurde zu fragen, was die Leserinnen und Leser erwarten, was sie mit einer Zeitschrift verbinden, und was die Stärken und Schwächen eines Titels sind.
„Der österreichische Installateur“ ist als etablierte Fachzeitschrift erfolgreich. Das ist das Ergebnis der Studie, die wir als Vorbereitung auf den Relaunch gemacht haben (genauere Ergebnisse finden Sie im Jubiläumsteil auf den Seiten XV bis XXI). Als wir die ersten Gespräche über die Neugestaltung geführt haben, war uns daher eines klar: Der Charakter einer Fachzeitschrift muss im Mittelpunkt stehen. Da dürfen es auch mal mehr Text und nicht so perfekte Fotos sein – Hauptsache, die für Sie wichtige Information kommt rüber. Weiters darf die Unverwechselbarkeit von „Der österreichische Installateur“ nicht verloren gehen. Sie sollen auch weiterhin schon beim Aufschlagen der Seiten merken, dass Sie Ihren „Gelben Installateur“ in der Hand haben und nicht irgendeine verwechselbare Magazinware oder einen Katalog.
Ich hoffe, dass uns das gelungen ist, und ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Wir sehen uns ja bald auf der Aquatherm, Messe Wien, 24-27. Jänner 2012,
Halle B, Stand 0832
