7-8a/2017

Auf die Technik kommt es an!

„Zwischen Zielen und Träumen liegen Welten“: Dessen ist sich Jasmin Pfeiler bewusst und ­arbeitet – beruflich wie sportlich – hart an beidem. Credit: Pfeiler

Was haben der Installateur-Beruf und Fußball gemeinsam? Die Antwort ist: Jasmin Pfeiler.

von: Martin Pechal

Denn der- bzw. im aktuellen Fall diejenige mit der besten Technik liefert auch das beste Ergebnis – und das tut sie sowohl auf dem Feld als auch im Beruf. Wir haben genauer nachgefragt!

Bitte skizzieren Sie Ihren Werdegang – wie kamen Sie zum Fußball? In welchen Vereinen haben Sie gespielt ...?
Jasmin Pfeiler: Ich war in der Sporthauptschule Hermann Brochgasse in 1120 Wien. Als ich ca. neun war und im Park mit Freunden Fußball gespielt habe, wurde ich von Hannelore Siegel (ASK Erlaa) angesprochen, ob ich nicht in der Mädchenmannschaft spielen möchte. So habe ich bei Vösendorf angefangen. Nach einiger Zeit hat sich der Verein aufgelöst und es wurde ein neuer Verein gegründet – der ASK Erlaa in 1230 Wien.

... und wann wurden Sie auf den Installateur-Beruf aufmerksam?
Pfeiler: Eigentlich wollte mein Bruder den Beruf ausüben. Er war am BFI bei einem Info-Tag und meinte dann, dass das nichts für ihn ist. Ich habe dann bei meinem AMS-Berater nachgefragt, ob ich mir das mal anschauen könnte. Tja – mir hat alles sehr zugesagt und deswegen habe ich diesen Schritt getätigt.

Sehen Sie Parallelen zwischen dem Sport und dem Beruf?
Pfeiler: Die Vorurteile gibt es leider in beiden Sparten – Frauen und Technik, Fußball ist ein Männersport ... Ich konnte aber schon viele Kunden vom Gegenteil überzeugen! Ich denke, auch bei der Euro haben wir gezeigt, dass im Frauenfußball sehr viel Training, Disziplin und Taktik steckt!

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Pfeiler: Die Teilnahme an der Euro 2017. Auch der österreichische Meistertitel in der Bundesliga mit NÖSV Neulengbach und der zweimalige Cup-Sieg dürfen hier nicht unerwähnt bleiben!

Sie planen, sich selbstständig zu machen – was sind diesbezüglich Ihre Ziele? 
Pfeiler: Ich möchte mich im Servicice-Bereich auf dem Markt präsentieren, aber auch alle anderen Aufgaben, die der Beruf mit sich bringt – von Wasserleitungen verlegen über Heizungsanlagen bauen –, anbieten.

Wann und unter welchem Namen werden Sie Ihren eigenen Betrieb eröffnen?
Pfeiler: Der Gründungstermin ist der 25.9.2017 – der Firmenname ist Pepinos Gasgerätekundendienst.

Was raten Sie Ihren Kindern?
Pfeiler: Ich rate meinen Kindern, immer durchzuhalten, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben. Es ist zwar nicht immer leicht, sein Ziel zu verfolgen, aber wenn sie aufgeben, wissen sie nicht, wie wenig vielleicht noch gefehlt hätte ... Ich würde aber jedem raten, seine Ziele zu verfolgen! Auch wenn es mal nicht nach Plan läuft – realistisch gesteckte Ziele haben mehr Sinn als unrealistische Träume!

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg weiterhin!


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