6/2017 Klima-Lüftung

BIM auf operativer Ebene

Gute Chancen dank BIM: Durch ein innovatives, zentrales Datenmanagement von Beginn an wird ein digitaler Zwilling aufgebaut, mit dem es möglich wird, dynamisches Verhalten eines Gebäudes bei wechselnden Randbedingungen mit modernen Simulationsansätzen untersuchen zu können. Credit: CAFM RING e.V.

Die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft nimmt zu. Unternehmen, die sich entlang des Lebenszyklus von Immobilien, technischen Anlagen und Liegenschaften mit ihren Geschäftsmodellen und Produkten aufgestellt haben, müssen sich auf neue Anforderungen und Methoden einstellen.

von: Redaktion

Das Know-how und die Fähigkeit, sich in ein Lebenszyklus-durchgehendes, digitales und standardisiertes Datenmanagement mit seinen Dienstleistungen und Produkten einbringen zu können, stellt für Unternehmen gewissermaßen die Eintrittskarte für künftige Aufträge dar. Eine Methode, hierfür ist das Building Information Modelling (BIM). BIM bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. Das gilt nicht zuletzt auch für die Planung eines optimalen Gebäudeklimas - bei Neubauten und im Bestand.
Dr. Kristian Schatz ist verantwortlich für den Produktbereich CAD/BIM bei der Heidelberger pit - cup GmbH. Seit über 25 Jahren befasst sich das Unternehmen mit durchgängig digitalem Datenmanagement. Nach den relevanten Aspekten für die Planung eines "optimalen Gebäudeklimas" gefragt, erklärt Schatz: "Um Gebäude in der Betriebsphase optimal nutzen zu können, ist es wichtig, dass sich die Nutzer wohlfühlen. Dieser "Wohlfühlfaktor" ist nicht objektiv, sondern nur durch menschliches Empfinden bestimmbar. Es können aber bei der Auslegung von Klima- und Lüftungsanlagen Kriterien wie der PMV-Index (Predicted Mean Vote = erwartete durchschnittliche Empfindung) bzw. der dazu in direktem Bezug stehende PPD-Index (Predicted Percentage of Dissatisfied = Voraussichtlicher Anteil unzufriedener Personen) berücksichtigt werden (vgl. DIN EN 15251). Ziel der Planung ist es daher, den PPD-Index auf ein noch zu vertretendes Maß einzuschränken."

Entwicklung neuer Standards
So wie Dr. Kristian Schatz und pit - cup als Mitglied befasst sich auch der Branchenverband für die Digitalisierung des Immobilienmanagements, CAFM RING e.V., mit der Entwicklung und Förderung technologischer und qualitativer Standards sowie dem Dialog zwischen Branchenbeteiligten. "Wir stehen als Ansprechpartner für die Brancheninteressen zur Verfügung, veröffentlichen Whitepapers, schaffen Plattformen oder wirken an solchen mit, unterstützen Auszubildende und kooperieren mit anderen Verbänden, wie etwa der Facility Management Austria (FMA), dem building-SMART e.V. oder der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V.", führt Günther Grüner, Beirat im CAFM RING, aus. Der Geschäftsführer der Ing. Günter Grüner GmbH ist zugleich Vorstandsmitglied bei FMA: "Der RING arbeitet daran auf nationaler und internationaler Ebene - etwa bei VDI, DIN und CEN. Die Mitglieder der Verbände profitieren davon, indem sie Einfluss nehmen, frühzeitig ihr Know-how erweitern und ihr Netzwerk grenzüberschreitend ausbauen können. "Einzelkämpfer werden sich diese Potenziale so nicht erschließen können. Daher haben wir uns offen und neutral aufgestellt. Wer sich als Mitglied einbringen möchte, ist gerne willkommen", schließt Grüner seine Ausführungen.

Lesen Sie den ungekürzten Beitrag auf Seite 54 der aktuellen Ausgabe 6/2017!


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