7-8a/2017 Heizung

Wärme aus der Steckdose

Heizungsmatrix für das Ein- und Zweifamilienhaus. Credit: BMLFUW, KLIMAAKTIV

Stromheizungen sind – meist einfach zu installieren und relativ günstig in der Anschaffung – zunehmend beliebt. Für die Kaufentscheidung ist das Wissen um die Vor- und Nachteile wichtig. Nachfolgend einige Tipps von „die umweltberatung“, die auch für Installateure – als Argumente im Kundengespräch – interessant sein dürften.

von: Martin Pechal

Stromheizungen können aus Strom direkt oder indirekt Wärme gewinnen. Oft entscheiden sich Endkunden für den Einsatz einer solchen Heizquelle, da sie glauben, damit Geld sparen zu können (z. B. bei den Installationskosten). Dabei sind diese Energiequellen - wenn überhaupt - nur mit der richtigen Energiequelle ökonomisch sinnvoll. Wärmepumpen sind hier die effizienteste Form, mit Strom zu heizen. Elektrische Konvektoren sind lediglich als Zusatzgeräte für kurzzeitige Anwendungen in kleinen Räumen zweckmäßig. Als Hauptheizung eignen sie sich aus ökologischen Gründen und aufgrund der hohen laufenden Kosten nicht.

Mit Irrtümern aufräumen
Eins gleich vorweg: Stromheizungen sind nicht CO2-neutral! Gerade im Winter ist Strom bei uns ein knappes Gut. Österreich produziert Strom in dieser Zeit verstärkt in Gaskraftwerken und importiert Strom. Ein großer Teil des Importstroms stammt aus fossilen Energieträgern. Das Heizen mit Strom heizt - solange er nicht vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt - also dem Klima ein. Die Stromdirektheizung verursacht also deutlich mehr CO2 als andere Heizsysteme. Konvektoren sind große Stromfresser und verursachen 276 g CO2 pro kWh. Indirekte Stromheizungen hingegen, wie zum Beispiel Wärmepumpen, sind viel sparsamer. Sie emittieren nur 69 g CO2 pro kWh. Zum Vergleich: Bei Fernwärme beträgt der CO2-Ausstoß nur 28 g, bei Ölheizungen 311 g.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 22 der Ausgabe 7-8a/2017!


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