Heizung

Auf clevere Weise den Brennwerteffekt vergrößern

ESBE
Szenario 2.
ESBE

Moderne Öl- und Gas-Brennwertgeräte nutzen die im Rauchgas enthaltene Kondensationswärme um die im Brennstoff enthaltene Energiemenge möglichst vollständig zu nutzen.

von: Redaktion

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass eine ausreichend kühle "Kältequelle" zur Verfügung steht, an der die Abgase kondensieren können. In der Regel dient hierzu der Rücklauf der Heizungsanlage. An dieser Stelle zeigt sich jedoch schon eine alltägliche Problematik. Ist der Heizungsrücklauf nicht kalt genug, kondensieren Rauchgase entweder gar nicht oder nicht ausreichend. Noch vorhandene Kondensationswärme geht mit den Abgasen verloren. Im Extremfall arbeitet das Brennwertgerät wie ein Niedertemperaturkessel. Besonders gut geeignet sind daher vor allem Heizungssysteme mit niedrigen Rücklauftemperaturen wie zum Beispiel Fußbodenheizungen. Weniger gut geeignet sind Heizkörper. Aber auch die in den 80er und 90er Jahren oft installierte Kombination von Niedertemperaturkessel, Fußbodenheizung und Heizkörpern bietet aus mehreren Gründen viel Potenzial für den effektiven Einsatz aktueller Brennwerttechnik:

1. Die Fußbodenheizung bietet potenziell eine niedrige Rücklauftemperatur.

2. Die Heizkörper sind in vielen Fällen zu groß dimensioniert, so dass auch deren Systemtemperatur gesenkt werden kann.

3. Oftmals wurden schon energetische Sanierungen am Gebäude durchgeführt, die die Heizlast gegenüber dem damaligen Stand reduzieren.

4. Mittels des hydraulischen Abgleichs lassen sich die Systemtemperaturen tendenziell ebenfalls senken.Doch nicht nur das Ausschöpfen des vorhandenen Potenzials bestimmt, wie effektiv die Kondensationswärme genutzt werden kann, sondern auch das hierfür eingesetzte Material.

Beispielhaft werden zwei unterschiedliche Installationen verglichen. In beiden Szenarien wird wie folgt angenommen: Ein Niedertemperaurkessel wird durch ein modulierendes Brennwertgerät ersetzt.

-Vorhanden ist ein ungemischter Heizkörperkreis mit einer Heizlast von 10 KW und einer Spreizung von VL/RL 70/55°C.
-Vorhanden ist ein gemischter Fußbodenheizkreis mit einer Heizlast von 7 KW und einer Spreizung von VL/RL 40/33°C

Im "Szenario 2" wird statt des klassischen 3-Wege-Mischers aus "Szenario 1"ein ESBE Bivalent Mischer Serie VRB140, anschlussfertig in einer ESBE Pumpengruppe GBA11x verwendet. Der Bivalent Mischer erlaubt das Mischen der Vorlauftemperatur zum Fußbodenheizkreis aus drei verschiedenen Wärmequellen. Im Beispiel sind dies der Wärmeerzeuger ("Heiß"70°C), der Rücklauf der Heizkörper ("Lauwarm"55°C) und der Rücklauf der Fußbodenheizung ("Kalt"33°C). In der Regel ist die Rücklauftemperatur der Heizkörper ausreichend warm, um die Fußbodenheizung zu versorgen. Ist die Rücklauftemperatur der Heizkörper nicht ausreichend hoch oder ist der Volumenstrom des Heizkörperkreises zu gering, um den Fußbodenheizkreis ausreichend zu versorgen, stellt dies auch kein Problem dar. Die fehlende Wärme kann dem Vorlauf des Wärmeerzeugers entnommen werden und ein fehlender Volumenstrom wird vom Rücklauf des Fußbodenheizkreises ergänzt. Es stellen sich zwei wesentliche Effekte ein. Die Umlaufwassermenge im Wärmeerzeuger wird reduziert und gleichzeitig sinkt die Rücklauftemperatur. Mit der sinkenden Rücklauftemperatur steigt zeitgleich der Brennwertnutzen. Bei der Auswahl des Stellantriebes bzw. beim regelungstechnischen Aufwand gibt es dagegen keine Unterschiede. Sowohl der klassische 3-Wege-Mischer als auch der Bivalent Mischer verlangen einen Motor mit 90° Stellwinkel.

ESBE
Szenario 1.

Das könnte Sie auch interessieren

Wechselrichter-Trends auf der Intersolar Europe 2019.

Weiterlesen

Die erst kürzlich vorgestellte Klimabilanz für Österreich zeigt ein verheerendes Bild: Anstatt zu sinken, stiegen die Treibhausgasemissionen das...

Weiterlesen

Zeit und Geld sparen mit Prozessmanagement im Einkauf.

Weiterlesen

Auf dem mittlerweile neunten Photovoltaik-Kongress vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) am 20. März 2019 hat die Branche einen umfassenden...

Weiterlesen

Am 18. und 19. September 2019 findet in Wien erstmals die BTA – Building Technology Austria statt. Die BTA ist Netzwerk-Event, Fachforum und Expo in...

Weiterlesen

Die ISH Frankfurt bewies heuer einmal mehr ihre Bedeutung für Besucher und Aussteller des In- und Auslands. Der weltweite Branchentreffpunkt zeigte...

Weiterlesen

Nach der Enrgiesparmesse ist vor der Energiesparmesse ... Nicht ganz, denn während die Organisatoren der Energiesparmesse Wels neben ersten...

Weiterlesen

Sowohl für den Ausbildner als auch für den Lehrling war es absolutes Neuland: eine Frau im männerdominierten Lehrbetrieb. Der Versuch hat sich...

Weiterlesen

Starker gemeinsamer Auftritt auf der Bauen und Energie Wien.

Weiterlesen

Engie ist einer der führenden Anlagen- und Energiedienst­leister in Österreich. Über 1.000 Mitarbeiter planen, ­errichten und betreuen An­lagen und...

Weiterlesen

Abonnement und Mediadaten

Sie wollen die führende österreichische Fachzeitschrift kennen lernen?
Sie wollen sich über Erscheinungstermine, Schwerpunkte und Werbemöglichkeiten informieren?

Hier sind Sie richtig.  

AbonnEment

Mediadaten

Termine

Design & Handwerk

Datum: 25. April 2019
Ort: Wiener Neustadt

Design & Handwerk

Datum: 09. Mai 2019
Ort: Innsbruck

Mikrobiologie und technische Regeln für Trinkwasser-Installationen

Datum: 14. Mai 2019 bis 15. Mai 2019
Ort: Seewalchen

Die Intersolar

Datum: 15. Mai 2019 bis 17. Mai 2019
Ort: München

Mehr Termine