10/2018 Heizung

Piloten ist nichts verboten: Flughafen mit Sonnenkraft

Tiroler Flughafen Betriebsgesellschaft
Solaranlage des Restaurants „Flughafen Innsbruck“.
Tiroler Flughafen Betriebsgesellschaft

Der Super-Sommer des ­heurigen Jahres hat nicht nur viele Urlauber gefreut – er hat auch gezeigt, dass die Sonne Energie im Überfluss liefert, ein Vielfaches mehr, als wir be­nötigen, um unseren ­Energiebedarf zu decken. Der Klima- und Energiefonds unterstützt die Nutzung der Sonnenenergie mit attraktiven Förderungen.

von: Redaktion

Seit dem Start der Förderung des Klima- und Energiefonds für Solare Großanlagen im Jahr 2010 haben fast 200 Betriebe ihre Wärmeversorgung auf Sonnenenergie umgestellt. Seit vier Jahren wird auch das Restaurant am Innsbrucker Flughafen von einer Solaranlage mit 145 kW Wärmeleistung (207 m2 Kollektorfläche) versorgt. Die Geschäftsleitung hatte beschlossen, die nötige Energie für den Flughafen möglichst umweltfreundlich zu gewinnen und den Energieverbrauch durch konsequent sparsamen Energieeinsatz zu senken. Mit der Solaranlage werden 70 Prozent des Wärmebedarfs für die Warmwasserbereitung gedeckt, jährlich werden 115.000 kWh Wärme mit der Sonne erzeugt. Dadurch konnte der Strombedarf des Restaurants um rund 58.000 kWh und der Gasbedarf um stolze 57.000 kWh pro Jahr gesenkt werden; der Flughafen musste nun um 7.300 m3 Gas jährlich weniger zukaufen. Die CPC-Vakuumröhrenkollektoren sind auf dem Dach einer Multifunktionshalle montiert, das Kollektorfeld ist nach Südsüdost ausgerichtet. Das Besondere an der Anlage ist, dass die Kollektoren statt mit einem Frostschutzgemisch mit Heizungswasser gefüllt sind, dadurch entfällt der übliche Wärmetauscher zur Medientrennung, was Kosten spart und den Wirkungsgrad der Anlage um 10 Prozent erhöht. Um dennoch Frostsicherheit zu gewährleisten, wird im Bedarfsfall Warmwasser aus dem unteren, kühleren Teil des Pufferspeichers in die Kollektoren gepumpt. Die solare Wärme wird in zwei 5.000 l fassende Pufferspeicher und zwei 2.000-l-Warmwasserboiler geleitet. Reicht die Sonne mal nicht aus, wird mit einem Gaskessel und Elektropatronen nachgeheizt. Die Solaranlage wurde vom Klima- und Energiefonds mit 100.000 Euro gefördert.

Den ungekürzten Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe 10/2018 auf Seite 40.


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