12/2018 Installationstechnik

Sonne ernten mit solaren Großanlagen

AEE INTEC
Die fassadenintegrierte Solaranlage der Pinzgauer Tischlerei Kröll & Winkel deckt 80 Prozent des jähr­lichen Wärmebedarfs.
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Der Super-Sommer des heurigen Jahres hat öffentlichen Schwimmbädern und Eisverkäufern neue Rekordumsätze beschert. Er hat aber auch gezeigt, dass die Sonne Energie im Überfluss liefert – ein Vielfaches mehr als wir benötigen, um unseren Energiebedarf zu decken. Der Klima- und Energiefonds unterstützt die Nutzung der Sonnenenergie mit attraktiven Förderungen.

von: Martin Pechal

Ein Betrieb, der seit 2017 auf die Sonne setzt, ist die Tischlerei Kröll & Winkel im Pinzgau. Bei der Errichtung des neuen Betriebs- und Produktionsgebäudes wurde eine Solaranlage mit 74 kW Wärmeleistung (105 m2 Kollektorfläche) und eine 24-kW-Sole/Wasser-Wärmepumpe installiert. "Wir haben dank der Solarthermie beinahe das gesamte Jahr über keinerlei Energiekosten zu tragen, diesen Betriebskostenvorteil können wir darum auch an unsere Kunden weitergeben", sagt Andreas Kröll, Geschäftsführer von Kröll & Winkel. Die thermische Solaranlage wurde in die Fassade integriert, um die Wintersonne besser nutzen zu können. Die Solaranlage deckt 80 Prozent des Wärmebedarfs, jährlich werden 55.000 kWh Wärme mit der Sonne erzeugt. Die solare Wärme wird in einem Wasserspeicher und über Bauteilaktivierung im Erdgeschoss, Obergeschoss und der Garage gespeichert, wo die Wärme langsam an die Räume abgegeben wird. Als Quelle für die Wärmepumpe dient ein 800 m2 großer Flächenkollektor. Der Erdkollektor wird im Sommer auch für die passive Kühlung von Ober- und Unter-geschoss des Gebäudes genutzt, was in diesem Rekordsommer sehr angenehm war für die Belegschaft. Die Solaranlage samt Bauteilaktivierung wurde vom Klima- und Energiefonds mit 56.000 Euro gefördert.

Solares Autohaus
Auch bei der Unternehmensleitung des Autohauses Krammer in Gleisdorf stand eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung im Zentrum, als es um den Neubau des Firmengebäudes ging. Die 72 kW (103 m2) starke Solarwärmeanlage liefert seit 2015 ein Drittel des Wärmebedarfs der Verkaufsräume, der Lagerhalle und der Werkstätten. Ergänzt wird die Solaranlage durch eine 86-kW-Wärmepumpe, deren Erdspeicher-Register sich unter dem Gebäude befindet. Der 1.800 m2 große Erdkollektor wird bei Sonnenschein über die Solarkollektoren nachgeladen und dient als Saisonspeicher, der von der Wärmepumpe genutzt wird. Zur kurzfristigen Wärmespeicherung werden zwei Pufferspeicher mit insgesamt 4 m3 genutzt. Ein 2-m3-Kältespeicher dient der sommerlichen Kühlung der Gebäude. Die Kollektoren sind steil am Dach montiert, um die Wintersonne optimal einzufangen. Über das Jahr erzeugt die Solaranlage mehr als 40.000 kWh Wärme für das Autohaus. Die Förderung des Klima- und Energiefonds für die Anlage betrug rund 40.000 Euro.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 66-67 der aktuellen Ausgabe 12/2018


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