Sanitär

Studenten aus Peru erhalten „Water Research Prize“ beim World Architecture Festival

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Wassermanagementsystem für Kommunen im Amazonas-Regenwald setzt sich gegen 60 andere Ideen durch.
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Grohe und das World Architecture Festival (WAF), haben heute in Amsterdam, Niederlande, den Sieger des internationalen „Water Research Prize“ geehrt: Belen Desmaison, Lehrbeauftragte der Pontificia Catholic University von Peru (PCUP), erhielt das von WAF-Gründerpartner Grohe gesponserte Preisgeld von über 11.000 Euro überreicht.

von: Redaktion

Das Projekt verschafft Kommunen im Amazonasgebiet Zugang zu Wasser: Grohe und WAF zeichneten damit ein für kleine Gemeinden konzipiertes Wasser-managementsystem im Amazonas-Regenwald aus. Das Gebiet hat zwar die weltweit höchste Niederschlagsrate pro Jahr, doch nur knapp ein Drittel der Bevölkerung hat Zugang zu Wasser. Das PCUP-Team hat eine Lösung entwickelt, die mithilfe von Rohren das Regenwasser auffängt, speichert und aufbereitet. Das Projekt setzte sich gegen zwölf Mitbewerber durch. Die Finalisten wiederum hatten es aus insgesamt 60 Einreichungen auf die Auswahlliste des Wettbewerbs geschafft.

Forschung zur Herstellung eines Regenwasserspeichersystems wird fortgesetzt
Belen Desmaison, Lehrbeauftragte an der Pontificia Catholic University von Peru, äußerte sich wie folgt zu der Preisverleihung: "Wir sind sehr dankbar für diese Auszeichnung, da wir und die Gemeinden, die im Amazonas-Regenwald mit uns zusammenarbeiten, weiterhin nach Alternativen für die Wasserversorgung in vorstädtischen und ländlichen Gebieten suchen. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um an der Herstellung eines Regenwasserspeichersystems zu arbeiten, das aus lokalen Materialien sowie basierend auf regionalen Kenntnissen gefertigt wird und sich problemlos in traditionelle Architekturtypologien integrieren lässt."

Grohe ist stolz, eine pragmatische und innovative Lösung unterstützen zu können
Michael Seum, Vice President Design bei Grohe, kommentierte: "Als wir anfänglich Projekte zur Problematik der Wasserknappheit identifiziert haben, konnte ich mir nicht vorstellen, dass der peruanische Amazonas in die engere Auswahl aufgenommen wird. Dieses sorgfältig durchdachte Projekt zeigt jedoch ganz deutlich, dass nur weniger als ein Drittel der dortigen Bevölkerung Zugang zu Wasser hat. Der Vorschlag eines kommunalen Wassermanagementsystems, das bereits vorhandene Wassernetzwerke integriert, klingt nach einer pragmatischen und innovativen Lösung. Daher sind wir stolz, das mit über 11.000 Euro dotierte Preisgeld für dieses Forschungsprojekt bereitstellen zu können." Grundlage des Water Research Prize ist das Manifest des WAF Der Water Research Prize, mit dem Grohe und WAF die bestehenden Forschungen des PCUP-Teams unterstützt, basiert auf dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Manifest des WAF. Es beschreibt die wichtigsten Herausforderungen für Architekten innerhalb der kommenden zehn Jahre. Der richtige Umgang mit Wasser zählt dabei zu den Top-Prioritäten. Weitere Kategorien sind die Überalterung der Gesellschaft und Gesundheit, Klima, Energie und Carbon, Ethik und Werte, Macht und Gerechtigkeit, Smart Cities, Gebäudetechnologien, Wiederverwertung und virtuelle Welten.

Besseres Verständnis schaffen für das Verhältnis von Wasser zur bebauten Umwelt
"Wir von Grohe möchten zu einem besseren Verständnis für den Zusammenhang von Wasser und seiner bebauten Umwelt beitragen. Insofern unterstützen wir gerne eine Architektur-Auszeichnung, die entsprechende Forschungsinitiativen prämiert", sagte Christopher Barger, Senior Vice President Global Projects bei Grohe. "Bei den Studenten der PCUP möchte ich mich bedanken, dass sie auf die besondere Wasserthematik im Amazonas-Regenwald aufmerksam gemacht haben. Zudem gratuliere ich herzlich zu der innovativen Lösung, die das Team für dieses Problem entwickelt hat."

Weitere Infos finden Sie hier.


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