Thermische Speicher als wichtiger Bestandteil eines zukünftigen Energiesystems

AEE – Institut für Nachhaltige Technologien
Vertreter des Veranstaltungs- und Mitveranstaltungsteams (v.l.n.r. Prok. Ing. Christian Fink, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien; DI Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds; Mag. Sabine Mitter, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie; Dr. Wim van Helden, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien; Dr. Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung Umwelt und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich)
AEE – Institut für Nachhaltige Technologien

Rund 140 Expertinnen und Experten folgten am 7.3. 2019 der Einladung von AEE - Institut für Nachhaltige Technologien und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) zur Tagung „Thermische Speicher“ in die Wirtschaftskammer Österreich in Wien.

von: Redaktion

Die Veranstaltung stand im Zeichen des nationalen und internationalen Erfahrungsaustausches aus aktuellen Forschungsprojekten mit Vortragenden aus Österreich, Deutschland und Dänemark. Im Vordergrund standen dabei einerseits Entwicklungen im Bereich kompakter Wärmespeicher (Speichertechnologien mit höheren Energiedichten als Wasserspeicher) und andererseits das Thema der Großwasserwärmespeicher mit Speichervolumina zwischen 0,1 Mio. und 2 Mio. m³. Bezieht sich das Einsatzgebiet der Großwasserwärmespeicher im Wesentlichen auf den Nah- und Fernwärmesektor, bieten die kompakten Wärmespeicher ein breites Anwendungsportfolio, das von Anwendungen in Gebäuden, der Industrie, der Nah- und Fernwärmebranche bis hin zu Anwendungen in der Elektromobilität (privater als auch öffentlicher Verkehr) reicht. Einig waren sich die Fachleute ob der großen Bedeutung und des großen Potenzials von Wärmespeichern. "Wärmespeicher werden in einem nachhaltig transformierten Energiesystem eine zentrale Rolle einnehmen, was einerseits auf den hohen Anteil des Wärmebedarfs am gesamten österreichischen Endenergiebedarf (rund 50 %) und andererseits auf die wesentlich kostengünstigere Speichermöglichkeit von Wärme im Vergleich zu elektrischen Strom zurückzuführen ist",betonte Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds in Ihrer Begrüßungsrede. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag in der Darstellung der Bedeutung kooperativer Zusammenarbeit auf Ebene der Internationalen Energieagentur und der internationalen Initiative "Mission Innovation". "IEA-Forschungskooperation wird im BMVIT großgeschrieben, das spiegelt die österreichische Beteiligung an 20 Programmen deutlich wider. Im Jänner 2019 ist Österreich auch offiziell dem Programm "Energy Conservation through Energy Storage" beigetreten, was natürlich verbesserte Vernetzung und Austausch mit internationalen Experten zum wichtigen Thema Energiespeicherung ermöglicht",berichtete Sabine Mitter vom verantwortlichen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. In insgesamt 14 Vorträgen wurde sehr kompetent und pointiert über abgeschlossene bzw. in Bearbeitung befindliche nationale sowie internationale Forschungsprojekte berichtet. Einig waren sich die Experten, dass nicht nur die Entwicklung der Komponente Wärmespeicher von hoher Bedeutung ist, sondern insbesondere auch der Integration in das jeweilige systemische Umfeld hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. "Um das allgemeine Ziel einer 100 %-igen Energieversorgung durch erneuerbare Energieträger zu erreichen, genügen alleine heute verfügbare Technologien zur Speicherung von Wärme und Ansätze zur Systemimplementierung nicht. Gezielte weiterführende Forschung, Entwicklung und Demonstration von Wärmespeichertechniken sind essentiell notwendig", so Christian Fink, zuständiger Bereichsleiter vom Veranstalter AEE - Institut für Nachhaltige Technologien. Motiviert durch die erfolgreiche Veranstaltung und den Zuspruch der TeilnehmerInnen beabsichtigt das Veranstaltungsteam die neuerliche Ausrichtung im Jahr 2021. Es wäre dies die vierte Veranstaltung zum Thema im Zweijahresintervall.


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