12/2018 Installationstechnik

Verlässlicher Rückstauschutz für Helfer-Hauptquartier

VENTIRAARCHITEKTEN
2017 entschied sich die Gemeindeverwaltung von Ischgl dazu, die alte Feuerwehrhalle abzureißen und an derselben Stelle das moderne, zentral gelegene Blaulichtzentrum H.E.L.P. aufzubauen.
VENTIRAARCHITEKTEN

Für die Gemeinde Ischgl im Westen Österreichs spielt der Tourismus eine große Rolle. Inzwischen strömen jährlich Millionen Menschen im Sommer und in der Skisaison in die Ortschaft. Mit der ­zunehmenden Besucherzahl steigen auch die Sicherheitsanforderungen. Deswegen entschied sich die Gemeindeverwaltung 2017 dazu, das alte Feuerwehrhaus abzureißen und an derselben Stelle das moderne, zentral gelegene Blaulichtzentrum H.E.L.P. (Hilfs- und Einsatz-Leit-Posten) für die Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung sowie den Pflegeverein aufzubauen.

von: Martin Pechal

Inzwischen strömen jährlich Millionen Menschen im Sommer und in der Skisaison in die Ortschaft. Mit der zunehmenden Besucherzahl steigen auch die Sicherheitsanforderungen. Deswegen entschied sich die Gemeindeverwaltung 2017 dazu, das alte Feuerwehrhaus abzureißen und an selber Stelle das moderne, zentral gelegene Blaulichtzentrum H.E.L.P. (Hilfs- und Einsatz-Leit-Posten) für die Feuerwehr, Bergrettung und das Rote Kreuz sowie den Pflegeverein aufzubauen. Ein wesentlicher Bestandteil der Planung war ein sicherer Rückstauschutz. Entsprechend der Hauskanalnorm ÖNORM B 2501 entschieden sich Planer und Betreiber für eine Rückstauhebeanlage. Neubau einer modernen Einsatzzentrale Die alte Feuerwehrhalle in Ischgl stammte aus dem Jahr 1981 und entsprach nicht mehr dem heutigen Platzbedarf. Ab Mai 2017 wurden in kürzester Zeit der Abbruch des alten Gebäudes sowie Aushub und Sicherung der Baugrube für das neue Blaulichtzentrum H.E.L.P. durchgeführt. An zentraler Stelle entstand dort ein fünfstöckiges Gebäude mit rund 12.000 m3 umbautem Raum und einer Nutzfläche von 2.800 m2. Untergebracht sind neben großzügigen -Garagen auch Aufenthalts-, Lager- und Besprechungsräume für die Freiwillige -Feuerwehr Ischgl, das Rote Kreuz, die Bergrettung und den Pflegeverein. Besonderes Merkmal ist die ausgeklügelte Logistik: Die Rettung rückt dank der zentralen Position etwa 90 Sekunden nach der Alarmierung aus und erreicht alle Bereiche in Ischgl sehr schnell. Doch nicht nur auf eine verbesserte Versorgung der Bevölkerung und Gäste wurde wertgelegt, auch das öffentliche Gebäude für die Retter sollte entsprechend abgesichert sein. Zum Schutz vor Rückstau entschied sich das verantwortliche Ingenieurbüro Pratzner bei diesem Projekt für den Einbau einer ökologischen und ÖNORM-konformen Ecolift-XL-Rückstauhebeanlage von Kessel. Diese wurde in einem Technikschacht vor dem Gebäude verbaut. Sparsame und nachhaltige Abwasserentsorgung In allen Bereichen der Gebäudetechnik wird das Einsetzen stromsparender Lösungen immer wichtiger. Das gilt auch für die Gebäudeentwässerung. Auch beim Bau-projekt in Ischgl wählten die Projektverantwortlichen mit der Rückstauhebeanlage eine belastbare und gleichzeitig ökologische Lösung für die Abwasserentsorgung. Ist ein ausreichendes Gefälle zum Kanal vorhanden, ist das ständige Pumpen des Abwassers nicht erforderlich und es fließt ohne den Einsatz von Energie in den Kanal. Rückstauhebeanlagen stellen bei diesen Voraus-setzungen eine ökologische Alternative zur klassischen Variante dar: Im Normalbetrieb nutzen sie das natürliche Gefälle zum Kanal und nur bei Rückstau pumpen sie das Abwasser über eine Rückstauschleife ab - genau wie die klassischen Hebeanlagen. "Ecolift bedeutet damit für jeden Betreiber eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative, die Kosten, Energie und damit den Ausstoß von CO2 einspart", erklärt Reinhard Späth, Leiter Marketing bei der Kessel AG.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 60-61 der aktuellen Ausgabe 12/2018.


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