Sanitär

Cersaie – zum 35. Mal „Il Bagno italiano“!

Cersaie oder Salone del Bagno, Bologna oder Milano – die Hersteller haben aufgehört, sich das zu fragen. Wer es sich leisten kann, „tanzt“ auf beiden Messen. Credit: Cersaie

In Bologna hieß es wieder: „Hereinspaziert in die italienische Badewelt“

von: Martina Winkler

Nach Bologna fährt man vor allem dann, wenn man sich in Sachen Keramik und Fliesen auf dem Laufenden halten will. Unangefochten ist die Cersaie in Italien und auch über die Grenzen hinaus die wichtigste Messe ihrer Branche. Die Produkte für das Badezimmer rundeten schon immer das Messeangebot auf und standen zu den eher "bodenständigeren" Fliesen angenehm im Kontrast. Heute findet man auch Fliesen und Mosaike, die in Sachen Design dem Badezimmer in nichts mehr nachstehen. Die Badezimmereinrichtung in Bologna schien dagegen in den letzten Jahren doch sehr unter der Konkurrenz des Mailänder "Salone del Bagno" zu leiden. Manch böse Zungen behaupteten sogar, die Badezimmerhersteller würden Bologna ganz den Rücken kehren und sich nur noch auf Mailand konzentrieren. Bei meinem Besuch auf der Cersaie, die dieses Jahr vom 25. bis 29. September ausgetragen wurde, konnte ich aber erfreulicherweise feststellen, dass dem gar nicht so war. Ein angenehmes Klima empfing mich. Nicht zu viel Rummel, aber doch genügend Betrieb, zum Großteil Fachleute aus Italien und dem Ausland. Es gab viele interessante Neuheiten zu entdecken, die noch nirgendwo sonst zu sehen waren. Die Hersteller gaben sich zuversichtlich und sprachen positiv von der diesjährigen Cersaie. Manche waren zurückgekehrt nach Bologna, weil dem Bad dort einfach mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Mailand sei zwar in Sachen Trends Bologna Jahre voraus, aber die Fachbranche kann man vor allem auf der Cersaie treffen. Die einen kamen nach Bologna, um ihrer Klientel aus Süditalien die Neuheiten zu zeigen, anderen gab die Cersaie Gelegenheit, Kunden aus dem Fernen Osten zu treffen. Die Messe sei internationaler geworden. Mag sein, aber alles in angemessenem Rahmen. Die Hallen waren nicht so wie in Mailand total überfüllt, sondern übersichtlich und einladend. Während eines Tages konnte man in Bologna, fern der lauten Metropole Mailand, in die Welt der Keramik eintauchen und entspannt auf Entdeckungsreise gehen. Und die konnte sich dieses Jahr sehen lassen. Der Trend geht weiterhing zu solidem Material. Ein bisschen weniger Holz gab es zu sehen, dagegen auffallend viel Marmor. Nicht nur bei den Böden und Wandverkleidungen, sondern auch bei den Badezimmermöbeln. Die beiden Brands Moma Design und Dimasi etwa, die bekannt sind für ihre Waschbecken und Badewannen aus Corian, brachten dieses Jahr erstmals Badezimmerecken aus Marmor nach Bologna, kombiniert mit Corian. Nach Marmor, das zeitlose und unbegrenzt haltbare Material, das auch im Bad jahrelange Sicherheit bieten soll, ist die Nachfrage groß.

 

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 30 - 31 der aktuellen Ausgabe 12/2017.


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