Sanitär

Das Ökoklo: Gestreut und nicht gespült!

Robin Consult (3)
Peter Haselsteiner, Niko Bogianzidis.
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Mit seinen hölzernen, mobilen Komposttoiletten revolutioniert das Wolkersdorfer Startup öKlo die Sanitäranlagen im öffentlichen Bereich. Bei einer „Live-Kompostierung“ bewies öKlo-Gründer Niko Bogianzidis, gemeinsam mit Erwin Binner vom Institut für Abfallwirtschaft der BOKU Wien, warum seinen TÜV zertifizierten und zu 100 Prozent chemiefreien Gemeinde-Toiletten die Zukunft gehört.

von: Redaktion

Ganz ohne Chemie, „gespült“ wird mit Sägespänen und am Schluss entsteht wertvoller Kompost statt giftigem Klärschlamm: Vor prominentem Publikum, wie z.B. Investor Hans Peter Haselsteiner, Landtagsabgeordnetem Kurt Hackl, dem Bürgermeister von Wolkersdorf, Dominic Litzka, sowie Klaus Mlekus und Gerhard Eichinger vom TÜV Austria, zeigte öKlo-Gründer Niko Bogianzidis, warum seine hölzernen und mobilen „öKlos“ das Potenzial haben, die Welt der öffentlichen Toiletten auf den Kopf zu stellen.  „Unser Ziel ist es, Stoffkreisläufe zu schließen und unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden, wie sie z.B. bei chemischen Toiletten unumgänglich sind. Da wir statt wertvollem Wasser Sägespäne verwenden und letztendlich kein giftiger Klärschlamm, sondern wertvoller Kompost entsteht, sind wir zuversichtlich, dass nach Wolkersdorf noch viele weitere Gemeinden auf unser revolutionäres und nachhaltiges Abfallsystem setzen werden. Dass unsere öKlos jetzt auch vom TÜV zertifiziert wurden, ist eine zusätzliche Bestätigung, dass es sich bei unseren Komposttoiletten nicht um die Idee von ein paar weltfremden Ökos, sondern um ein nachhaltiges Modell für die Zukunft handelt“, erklärt Niko Bogianzidis. Beindruck von der Innovationskraft des jungen Unternehmens zeigte sich auch Investor Hans Peter Haselsteiner. „Das Produkt ist zeitgemäß und bietet gute Marktchancen. Mit dem Einsatz von öKlo vermeidet man den Einsatz von äußerst umweltschädlichen Chemikalien, fördert die regionale Wertschöpfung und bietet eine sympathisch zeitgemäße Lösung für kleine und große Geschäfte“, so Haselsteiner, der bereits einige Baustellen der STRABAG mit öKlos „besetzt“ hat.

Kompostierung in Echtzeit
Wie eine Komposttoilette in der Praxis funktioniert, demonstrierte das öKlo-Team vor Ort. Dabei wurden Fäkalien vermischt und der Kompostierungsprozess in Gang gesetzt. Der am Ende entstehende Kompost gilt aus hygienischer Sicht als unbedenklich, wie Erwin Binner, vom Institut für Abfallwirtschaft der BOKU Wien, in der Zusammenfassung seines „Kompostberichts“ erklärt. „Durch umfassende Laborversuche, in denen am ABF-BOKU die technische Kompostierung simuliert wird, wurde die seuchenhygienische Unbedenklichkeit des unter Zumischung von Fäkalien der öKlo GmbH hergestellten Kompostes nachgewiesen. Endokrine Substanzen (Medikamentenreste, Hormone und dgl.) wurden während des Rotteprozesses weitgehend abgebaut. Bis zu einem maximalen Anteil von ca. 36 % FM Fäkalien am Rotteausgangssubstrat traten keine maßgeblichen Vor- oder Nachteile bei der Kompostierung oder in der Kompostqualität auf", betont Binner. Das Konzept überzeugte auch den Bürgermeister von Wolkersdorf Dominic Litzka: „Die Stadtgemeinde Wolkersdorf ist stolz auf ihre Unternehmerinnen und Unternehmer. Bei öKlo kommt aber neben dem ökologischen Fußabdruck und dem flexiblen Eingehen auf besondere Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen von Wartung und Reinigung bei Veranstaltungen noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: Die Nutzung der standortflexiblen Toilettenanlagen gestaltet sich vor allem im Bereich der auftretenden Gerüche deutlich angenehmer für die Bevölkerung. Aus diesem Grund freuen wir uns über die bereits mehrjährige Partnerschaft.“


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