5a/2023 Sanitär

Der eingebildet(e) Kranke

Quelle: ValenceStudio
Quelle: ValenceStudio

Schlampig studiert könnte man meinen, der Pechal schreibt von einem eitlen Weichtier – also einem eingebildeten Kraken … Pardon für den seichten Wortwitz als ­Entrée, oft komm ich da einfach nicht vorbei! Also weiter im Text … 

von: Martin Pechal

Der eingebildet(e) Kranke (Originaltitel: „Le Malade imaginaire“) ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Jean-Baptiste Poquelin, also known as Molière, und war leider auch sein letztes Werk. Die Komödie in drei Akten wurde am 10. Februar 1673 uraufgeführt; die Rolle des Titelhelden spielte damals der Dichter selbst. Tragischerweise erlitt er bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, einen Blutsturz und starb noch im Kostüm. So, wie komme ich nun aus diesem Stimmungstief am Anfang meines Editorials wieder heraus?! Danke Molière! 
Nun könnte man behaupten, die Sanitärbranche leide unter fiebrigen Schüben, so schlecht wie sie sich fühlt … Könnte man, sollte man aber eventuell nicht! Denn, wie die Kollegen vom Branchenradar zu berichten wussten, dürfte es um den Patienten Sanitärbranche tatsächlich nicht zum Allerbesten stehen. Allerdings, ganz so schlimm ist es dann doch (noch) nicht – sagen wir leicht verschnupft, aber nichts Arges; schließlich ent­wickelt sich der österreichische Markt für Sanitärausstattung – trotz wachsender Verkaufspreise im Jahr 2022 – seitwärts; aber eben wenigstens nicht in einer Talfahrt! Dies zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar. 
Aber eingebildet krank? Nein, die Sanitärbranche schwächelt ein wenig. Braucht sie eventuell Vitamine, also verkaufsfördernde Mittel? Wird gar etwas Stärkeres benötigt? Etwa in Form von richtiger Medizin, also Förderungen? Die Stadt Wien beispielsweise fördert den altersgerechten, barrierefreien Umbau eines Badezimmers mit einem Zuschuss, welcher 35 Prozent der förderbaren Umbaukosten abdeckt. Die Summe kann bis zu 4.200 Euro betragen – die Aktion der Stadt Wien läuft vorerst bis 31. Dezember 2025.
Vielleicht sollten wir der Branche aber auch einfach eine verdiente Verschnaufpause gönnen? Man kann schließlich nicht durchgehend wachsen, performen, gewinnen, sprinten … Jetzt sind halt wieder ein bisschen mehr die Energie-/ Heiz-Investitionen dran – ist ja auch nicht verkehrt und die Installateure machen ihr Geschäft so oder so. Irgendwann hat sich der Patient Sanitärbranche dann auch wieder erholt. 
Aber jetzt: gesunde Lektüre im Namen des gesamten Teams mit unserem aktuellen Bad­planer – mit dem auch die sehr intelligenten Kraken eine Riesenfreude hätten – schließlich geht es um edle Nassräume, in denen sich nach Herzenslust erholen, aktivieren, lieben und leben lässt. Und das wollen wir doch alle, oder? 

Wir wünschen gutes Schmökern im Epaper sowie auf unserer Homepage!


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