12/2016 Heizung

Digitalisierung und Systemlösungen

DI Roger Hackstock, seit September 2016 wieder Geschäftsführer von Austria Solar. Credit: Foto Wilke

Der alte neue Geschäftsführer des Solarwärme-Verbands Austria Solar, DI Roger Hackstock, über die Zukunftschancen der Solarthermie und warum ein Vergleich mit Hufschmieden unsinnig ist.

von: Klaus Paukovits

Mit 1. September 2016 hat Roger Hackstock erneut die Geschäftsführung des Verbands Austria Solar übernommen, da sein Vorgänger Klaus Mischensky die Aufgabe krankheitsbedingt aufgeben musste. Gemeinsam mit dem neuen Assistenten Daniel Steinitz, der seit November im Team ist, soll er die Stärken der Solarthermie wieder besser zur Geltung bringen. Bereits von 2002 bis 2013 war Hackstock Geschäftsführer von Austria Solar. In den letzten drei Jahren veröffentlichte er ein Buch zur Energiewende, war im Klima- und Energiefonds als Programmmanager unter anderem für die Programme "Solare Großanlagen" und "Solarhaus" tätig und leitete die Speicherinitiative des Klima- und Energiefonds, an der 144 Experten mitwirkten. Im Gespräch mit "Der österreichische Installateur" skizziert er Eckpunkte der Strategie, die die Solarwärme wieder erfolgreich machen soll.

Sie sind wieder zurück als Geschäftsführer des Verbands Austria Solar – also in einem Job, den Sie über zehn Jahre lang geprägt haben: Warum? Was hat zu dieser Entscheidung geführt?
DI Roger Hackstock: Das Umfeld von Solarwärme hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Mit dem Preisverfall bei Photovoltaik bewegt sich die Energiewende in Richtung Strom, auch beim Heizen. Ich sehe meine Rückkehr als Neustart. Es geht nicht darum, an alte Pfade anzuknüpfen, sondern herauszufinden, wo Solarwärme in dieser Veränderung ihre Stärken und ihre künftige Rolle hat. Diese Aufgabe finde ich durchaus spannend, daher bin ich als Geschäftsführer in den Verband zurück gekehrt.

Welche Zukunft hat die Solarwärme? Worin liegen die Chancen angesichts der kritischen Marktentwicklung der letzten Jahre?
Hackstock: Solarwärme und Bauteilaktivierung können mithelfen, Gebäude für erneuerbare Energien vor Ort als thermische Batterie zu nutzen. Solarhäuser mit kleinen Zusatzöfen halten heute schon das Haus ganzjährig fast allein mit Sonne warm, wie die Projekte im Solarhaus-Programm des Klimafonds zeigen. Fassadenanlagen sind mittlerweile ein Gestaltungsmerkmal für moderne Gebäude, wie Mustergebäude in Vorarlberg und der Schweiz zeigen. Im großen Stil kann Solarwärme sogar ein Fünftel der Fernwärmeversorgung einer Grossstadt übernehmen, wie die geplante Big-Solar-Anlage in Graz zeigt.

Lesen Sie das ungekürzte Interview auf Seite 72 der aktuellen Ausgabe 12/2016!


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