7-8a/2012 Wärmetechnik Heizung
Die Ernte des Energieholzes erfolgt mit einem umgebauten Maishäcksler. Foto: KWB

Energieholz vom Acker

Mit Hilfe von schnell wachsenden Energiewäldern können Hackschnitzel und Pellets produziert werden.

Mit dem heimischen Potenzial an Energiehölzern könnte etwa die doppelte Menge des Inlandsverbrauchs an Pellets erzeugt werden. Schnell wachsende Weiden und Pappeln sorgen für eine zusätzliche Rohstoffquelle und ermöglichen heimischen Landwirten eine neue Einkommensquelle auf extensiven Flächen. Das bedeutet auf Böden, die wegen ihrer Lage bzw. ihrer Beschaffenheit nicht für den Anbau von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen wie Mais, Getreide oder Zuckerrüben geeignet sind.
Unter Kurzumtrieb versteht man die Kultivierung schnell wachsender Laubbaumarten auf landwirtschaftlich extensiven Flächen, die sich durch überdurchschnittlich rasches Jugendwachstum auszeichnen. Dabei macht man sich die Fähigkeit der Pflanzen zunutze, nach der Ernte wieder aus dem Wurzelstock auszutreiben. Für Kurzumtriebhölzer kommen landwirtschaftlich extensive Flächen, Hanglagen und Bracheflächen in Frage. Energieholz stellt damit keine Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion dar. Beim Anbau schnellwüchsiger Hölzer werden keine besonderen Bedingungen an die Bodenbeschaffenheit vorausgesetzt.

Extrem anspruchslos
Weitere Beispiele für mögliche Anbauflächen wären ehemalige Schotterabbau- oder Bergbaugebiete, Bahn- und Straßenböschungen und vor allem die vielen Steilflächen, die durch ackerbauliche Maßnahmen besonders der Erosion ausgesetzt sind. In Österreich gibt es aufgrund der gebirgigen Lage ein enormes Flächenpotenzial für Energiepflanzen. Aus 20 cm langen Steckhölzern, die im März ausgepflanzt werden, können nach zwei Jahren sieben bis zehn Meter hohe Energiewälder entstehen.
KWB forciert die Energieholzproduktion, sagt Geschäftsführer Erwin Stubenschrott: „Biomasse ist mehr als der Baum im Wald! Deshalb brauchen wir in Zukunft auch alternative Brennstoffe aus der Landwirtschaft. Kurzumtriebshölzer sind bei sinnvoller Nutzung als extensive Kultur keine Konkurrenz zur Lebensmittelerzeugung. Aus diesem Grund setzt sich KWB für die Anlage mehrjähriger Kurzumtriebsflächen ein und erforscht im eigenen Energie-Schaugarten neue Bewirtschaftungsmethoden für Kurzumtrieb. Die Misch-Holzkulturen werden biologisch bewirtschaftet. Damit die Energie- und Lebensmittelerzeugung auf landwirtschaftlichen Flächen kein Gegensatz, sondern ein harmonisches Miteinander ist.”

Erfahren Sie alles in Ausgabe 7-8a ab Seite 58.


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