5/2012 Heizung
Autorin DI (FH) Eva Augsten Foto: Gerrit Alves

Finanzierung von Großanlagen

Große Solarwärme­anlagen brauchen die Zusammenarbeit von Investoren, Banken und Solarexperten.

Solarwärme lohnt sich für viele Industrieunternehmen. Doch oft konkurrieren die Sonnenkollektoren mit anderen Investitionen um die Gunst des Firmeninhabers, und Banker misstrauen dem ungewohnten Konzept. Der Verband Austria Solar bringt in einem neuen Projekt alle Beteiligten zusammen: Investmentbanker, Planungsingenieure, Unternehmer und Führungskräfte aus der Industrie sowie Vertreter von Solarfirmen folgten Ende Jänner 2012 der Einladung des Verbands zu einem Workshop. Das Thema lautete: Finanzierung von Solarthermieanlagen mit einer Kollektorfläche von 500 Quadratmetern und mehr. 

Banken misstrauen der Rückzahlung
Solarwärmeanlagen dieser Größenordnung finanziert kaum ein Unternehmen aus der sprichwörtlichen Portokasse oder auch einfach nur aus Eigenmitteln. Es muss also meist ein Kredit her. Doch Banken haben wenig Erfahrung mit Solarwärme. Sie tun sich schwer, die Risiken einzuschätzen und reagieren, wie sie es in solchen Fällen immer tun: Mit Forderungen nach hoher Eigenkapitalquote – oft 40 Prozent und mehr – und mit hohen Zinsen. Diese Bedingungen werden schnell zum K.-O.-Kriterium für Solarwärme. Dabei bezweifeln die Banker nicht unbedingt, dass die Solaranlage gut läuft. Sie wollen sicherstellen, dass ihr Kunde seinen Kredit von der Energieeinsparung zurückzahlen kann. Bricht zum Beispiel der Absatz des Industrieunternehmens ein, wird auch seine Produktion und damit die Einsparung durch die Solaranlage geringer ausfallen. Da die Kredite für Solarwärmeanlagen über zehn Jahre und mehr laufen, ist die Prognose stets riskant. Ein Beispiel: Greifen mehr Verbraucher zu leichten Plastikflaschen, dann kann es sein, dass sich die Sonnenkollektoren für die Glasflaschen-Spülanlage nie lohnen werden – selbst wenn sie perfekt funktionieren. 
Gegen diese Art von Risiken kann die Solarbranche wenig tun. Aber sie kann helfen, Daten zu sammeln, um die Risiken zu bewerten – zum Beispiel darüber, wie schnell sich eine Anlage amortisiert. Auch in technischen Fragen kann sie zur Beruhigung beitragen. Die meisten Banken beschäftigen Ingenieure und Technikexperten. Als Ergebnis des ersten Workshops wird der Verband Austria Solar diese Zielgruppe im Mai nach Graz einladen, um dort mehrere große Solarthermieanlagen zu besichtigen. Dort werden die Solar­ingenieure den Bankvertretern Rede und Antwort stehen.

Den gesamten Fachartikel finden Sie in Ausgabe 5/2012 ab Seite 42.


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