5a/2022

Frauenpower im SHK-Handwerk

Quelle: Frauenthal
Erika Hochrieser brennt auch nach 18 Jahren bei Frauenthal noch für ihre Arbeit und hat besonders Freude am Mitmischen und Mitgestalten.
Quelle: Frauenthal

Hier dreht sich alles um die Damen der Branche: Dieses Mal erzählt uns Mag. Erika Hochrieser, CFO bei der Frauenthal Holding AG, ihre ­Geschichte.

von: Claudia Süß

Im Jahr 2004 startete ich im Controlling der Frauenthal Holding AG. Seit 2018 bin ich Finanzvorstand der Frauenthal Holding AG, seit 2020 zusätzlich im Vorstand der Frauenthal Service AG. Vor meinem Studium in Wien habe ich eine Aus­bildung zur diplomierten Sozialpädagogin abgeschlossen. Wie das zusammenpasst? Perfekt! Ich habe internationale Betriebswirtschaftslehre studiert, daher war der technische Bereich damals nicht vorgegeben, aber mit dem Studium steht einem sowieso alles offen. Auch wenn es in meinem Job um harte Zahlen und Fakten geht, stehen die Menschen im Vordergrund. Meine Entwicklung und meine Karriere waren nur möglich, weil auch das Unternehmen gewachsen ist. Ich bin mitgewachsen, habe an vielen Projekten von der Pike auf mitgearbeitet. Ich hatte immer vertrauensvolle Vorgesetzte, die mir viel Verantwortung überließen, habe immer ­eigenständig gearbeitet und das Glück, zuverlässige Leute für meine Teams zu finden. Ich habe immer eine Führungsposition ­angestrebt, möchte mitverantwortlich für Erfolge sein, sehen, wie etwas wächst und gedeiht. Mein Credo lautet: Tue das, was du liebst, und liebe das, was du tust!

Der Schlüssel zum Erfolg
Um erfolgreich zu sein, zählen Ehrgeiz, ­Engagement, Identifikation mit dem Unternehmen und Freude am Job! Alle Menschen sind unterschiedlich, und das ist gut so. Ich setze auf gemischte Teams. Das Gefühl, dass es eine Frau prinzipiell schwerer hat, habe ich nicht – allerdings sehr wohl, wenn sie Familie hat. Die Frage der Vereinbarkeit wird leider immer noch eher Frauen als Männern gestellt. Ich bewundere Frauen, die Karriere machen und Kinder haben, sehr. Solange die öffentlichen Kinderbetreuungen nicht gut und vor allem flexibel ausgebaut sind, wird's für Frauen schwer bleiben. Nicht jede hat das Glück, auf die eigene Familie zurückgreifen zu können. Ich selbst wurde nicht wegen meines Geschlechts speziell gefördert und auch in meinem Team fördere ich Frauen gleich wie Männer. Leider gibt es in Österreich wenige Frauen im Vorstand börsennotierter Unternehmen und generell in Führungspositionen. Ich freue mich aber immer, wenn Frauen Verantwortung und Führung übernehmen wollen. Wir haben im Konzern sehr gute Beispiele für Frauenkarrieren. Ich respektiere auch Frauen, die keine Karriere machen wollen und sich lieber ihren Kindern widmen. Eine Frau, die alles mit viel Einsatz machen will, wird immer zerrissen sein. Ein Arbeitgeber sollte so gut wie möglich flexi­ble Arbeitszeitmodelle bieten. Ich selbst musste mich Gott sei Dank nie zwischen Kind und Karriere entscheiden, es hat alles seinen Lauf gefunden. Aber selbst als Frau ohne Kinder mit Karriere brauche ich einen Partner, der hinter mir steht und meinen flexiblen Job versteht. Diesen Partner habe ich gefunden, wenn auch nicht aufs Erste.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 10 der aktuellen Ausgabe 5a/2022 oder am AustriaKiosk!


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