Sanitär

Fünf Fragen an Bertrand Lejoly

Quelle: @bertrandlejoly
Bertrand Lejoly
Quelle: @bertrandlejoly

Interview mit dem Designer Bertrand Lejoly

von: Redaktion

Bertrand Lejoly, Jahrgang 1980, wuchs im deutschsprachigen Teil Belgiens auf, wo er von klein auf von der belgischen, deutschen und französischen Kultur geprägt wurde.
Nach seinem Studium an der École supérieure des arts Saint-Luc in Lüttich sammelte er erste Berufserfahrungen als Industriedesigner in Deutschland. Danach folgte Mailand, wo er sieben Jahre als Senior Designer bei Matteo Thun tätig war. 2013 kam er zurück nach Belgien und leitete viele Jahre lang die Designabteilung des Architekten Vincent Van Duysen. 2018 eröffnete Bertrand Lejoly sein eigenes Designstudio in Antwerpen. Sein profundes Verständnis von Architektur und Innenarchitektur nutzt er, um die gesamte Inneneinrichtung zu gestalten: von Möbeln über Beleuchtung über Geschirr und Accessoires bis hin zur neuen Komplettbadserie D-Neo für Duravit.

Welche Bedeutung hat das Badezimmer für Sie persönlich?
Im Badezimmer geht es darum, der eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen und eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der man sich wohlfühlt: Auf der einen Seite möchte ich dort nach einem anstrengenden Arbeitstag in Ruhe entspannen, auf der anderen Seite ist es mir wichtig, frühmorgens erfrischt in den Tag zu starten. Also müssen diese beiden Stimmungen im Bad geschickt kombiniert werden. Genau das war auch mein Ziel für D-Neo.

Wie lautete die Aufgabenstellung von Duravit?
Das Briefing von Duravit war ehrgeizig. Die Kollektion sollte vielseitig und vor allem zeitlos sein. Sie sollte nicht zu sehr polarisieren, smart und wohldurchdacht sein und eine breite Zielgruppe ansprechen. Das ist die schwierigste Aufgabe, die man bekommen kann. Und gleichzeitig ist es die herausforderndste. Ob D-Neo wirklich zeitlos ist, zeigt sich erst später und entscheidet letztendlich der Markt selbst. Das macht meinen Beruf auch so spannend.

Was ist Ihr Highlight in der Serie D-Neo?
Mein Lieblingsstück aus der Kollektion ist das Waschbecken, es ist das zentrale Element im Badezimmer. Daher war es auch der Ausgangspunkt für den kreativen Designprozess. Der dezente, umlaufende Rand ist wie ein Rahmen, der sowohl funktional als auch ästhetisch Ausgangspunkt für die gesamte Serie bildet. Dennoch hat jedes Objekt seinen ganz eigenen Ausdruck.

Was sind Ihre wichtigsten Inspirationsquellen?
Alles rund um Architektur, Kunst und Mode inspiriert mich enorm. Aber auch die alltäglichen Dinge können mich auf Ideen bringen. Wie würden Sie D-Neo in zwei Sätzen charakterisieren? D-Neo ist wie ein Partner, mit dem man zusammenlebt und der einem viel Raum lässt, die eigene Persönlichkeit zu entfalten. Die Objekte bilden sozusagen die Basis, die einem vielfältige Möglichkeiten bietet, die Badeinrichtungen den individuellen Wünschen und Vorstellungen anzupassen.


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