7-8/2013
Karl Pech aus Poysdorf im Weinviertel ist niederösterreichischer Landesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker. Foto: Paukovits

Wechsel in Niederösterreich

Der neue Landes­innungsmeister NÖ Karl Pech stellt seine Pläne vor.

Seit Juni 2013 ist Karl Pech der neue Landesinnungsmeister von Niederösterreich. Der Installateur aus Poysdorf im Weinviertel ist 1972 nach Abschluss der HTL in den väterlichen Betrieb eingestiegen und kennt alle Hochs und Tiefs der Branche aus eigener unternehmerischer Erfahrung. Pech ist seit dem Jahr 2000 im Landesinnungsausschuss NÖ, wo er seit dem Jahr 2005 die Funktion des LIM-Stellvertreters bekleidet. Seit drei Jahren ist er zudem auch Bundesinnungsmeister-Stellvertreter und konnte hier u.a. als Verantwortlicher für die OaseBad die Finanzierung der Gemeinschaftswerbung auf neue, kräftige Beine stellen. Auch in seiner Heimatgemeinde Poysdorf übernimmt Karl Pech Verantwortung: Seit 1985 ist er im Gemeinderat tätig, amtiert seit über 20 Jahren als Stadtrat und ist als Vertreter der Gemeinde im Aufsichtsrat der Sparkasse. Pech folgt auf KR Herbert Urbanich, der sich nach über zehn Jahren an der Innungsspitze zurückzieht. Im Gespräch mit „Der österreichische Installateur“ sagt Pech, welche Akzente er in der Innungsarbeit setzen will.

Herr Pech, welche Ziele verfolgen Sie als neuer Landesinnungsmeister?
LIM NÖ Karl Pech: In erster Linie geht es mir um die Kontinuität in der Innungsarbeit, bei der ich ja seit vielen Jahren mitwirken darf. Herbert Urbanich hat als Landesinnungsmeister viele positive Akzente für uns gesetzt, etwa im Bereich der Berufsausbildung. Diese gute Arbeit möchte ich fortführen.

Welche neuen Herausforderungen sehen Sie für die Interessensvertretung?
Pech: Ein Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, ist die Zunahme der Ein-Personen-Unternehmen. In Niederösterreich hat sich der Anteil der EPUs bei den Mitgliedsbetrieben der Installateurinnung seit 2010 von damals 20 Prozent auf heute 41 Prozent mehr als verdoppelt. Die Frage ist, wie wir als Interessensvertretung diese Personen ansprechen können, sodass sie einen Sinn in der Innung sehen und sich für die Branche engagieren. Ich habe viele gut ausgebildete Leute kennengelernt, die sich als Einzelunternehmer selbstständig gemacht und spezialisiert haben. Im Verbund können mehrere EPUs gemeinsam auch höherwertige Arbeiten leisten oder gute Partner für Arbeitgeberbetriebe sein.

Warum ist die Zahl der EPUs so explodiert?
Pech: Ich bin in Niederösterreich für die Befähigungsprüfungen zuständig und kenne aus meiner Erfahrung drei Typen von Absolventen der Befähigungsprüfung: Da sind zum einen die klassischen Betriebsnachfolger, die sich auf die Übernahme des elterlichen Betriebs vorbereiten. Weiters gibt es die engagierten Selbstständigen, die sich mit der Gewerbeberechtigung erst einmal alleine durchschlagen und sich die Option offenhalten, ob daraus später ein Betrieb mit mehreren Angestellten erwachsen wird. Und drittens sind es viele Servicemonteure aus der Industrie, die sich – oft mit eingeschränkten Berechtigungen – selbstständig machen. Diese beiden letzten Gruppen anzusprechen und einen vernüftigen Zugang zu ihnen zu finden, wird die Herausforderung der nächsten Jahre, speziell mit Blick auf die Wirtschaftskammerwahl 2015. Wobei das kein rein niederösterreichisches Thema ist – das betrifft alle Bundesländer!

Lesen Sie das gesamte Interview in der aktuellen Ausgabe 7-8/2013 ab Seite 8.


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