7-8a/2013 Wärmetechnik Heizung
Wer heute bei seiner Bank schwächelt, dem wird die „Unterhose ausgezogen“. Rudi M. Rattenberger, HSH-Installatöre Foto: Furgler

Die Energiewende ist machbar

Wie sich Politik und Wirtschaft aus der Geiselhaft von Banken und fossilen Konzernen befreien können.

Bei der praktischen Umsetzung der Energiewende sind die HSH-Installatöre in Österreich ganz vorne dabei. Doch HSH-Gründer Rudi M. Rattenberger sieht noch viel mehr Möglichkeiten als bisher, bestehende erneuerbare Technolo­gien nutzbringend umzusetzen – aber auch viele Hindernisse aus Politik, Finanzwesen und aus der konzerndominierten Wirtschaft.

Seit der Gründung der HSH-Installatöre vor 15 Jahren engagieren Sie sich für erneuerbare Energien. Heute ist die „Energiewende“ in aller Munde – wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung?
Rudi M. Rattenberger: Wenn wir die Erde als wunderbaren Planeten erhalten wollen, so müssen wir die solare Energiewende durchführen. Es ist technisch machbar. Was uns hindert, sind die Konzernstrukturen der heute Mächtigen. Die agierende Politik ist in Geiselhaft dieser Konzerne, aber die denkende Jugend wird sich dieser Macht widersetzen. Als Unternehmer, als österreichisches KMU, muss ich für meine Kunden Nutzen stiften. Gelingt mir das, habe ich längerfristig eine Chance, am Markt zu bestehen.

Sie sind Unternehmer, reden wir also über Geld. Der Erste-Bank-Vorstand hat im Juli in einem Interview gesagt: „Unsere Herausforderung wird es sein, KMU mit ausreichend Kapital zu versorgen.“ Die HSH-Installatöre sind ausschließlich KMU. Wie zufrieden sind Sie damit, wie die Banken diese Herausforderung meistern?
Rattenberger: Die Banken und das Finanzwesen beschäftigen sich nur mehr mit der eigenen Geldvermehrung. Will ein Betrieb mit 72 Prozent Eigenkapital und einem EGT von 200.000 Euro den Kontokorrent­rahmen von 65.000 auf 100.000 Euro erhöhen, fragt die Bank nach Sicherheiten, am liebsten um ein Sparbuch in der Höhe von 50.000 Euro. Wer heute bei seiner Bank schwächelt, dem wird die „Unterhose ausgezogen“. Der Mensch, die Unternehmensidee zählt nicht. Die Kundenberater haben nichts zu reden, und die Risk-Manager verstecken sich hinter EU-Vorschriften.

Alternative Methoden der Unternehmensfinanzierung sind zuletzt dank des Waldviertler Schuhherstellers GEA ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Wie sehen Sie Dinge wie Privatanleihen, Crowdfunding oder Genossenschaftsmodelle?
Rattenberger: Gottlob gibt es Menschen wie Heini Staudinger von GEA, die diese Missstände aufzeigen. Ich persönlich halte es anders und forciere die regionale Wirtschaft mit Genossenschaften. Es muss uns gelingen, dass die Menschen wieder selbst aktiv werden und die Zukunft gestalten. Mit unseren Kraftwerksaktivitäten im Bereich Biomasse und Solar schaffen wir 3 Prozent Verzinsung, und das bei voller Mitsprache. Genossenschaften haben das Ziel, die Mitglieder zu fördern, und sie sind gleichzeitig Schutz vor Egoismen. Wir suchen engagierte Österreicher, die mit uns gemeinsam diesen Weg gehen und gleichzeitig Markt erzeugen.

Das gesamte Interview finden Sie in Ausgabe 7-8a/2013 ab Seite 36.


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