Heizung

Von Pelletswundern und Hackschnitzelgenies

Fröling (2)
Dr. Thomas Haas (GF Fröling): „Mittlerweile funktionieren moderne Biomasse-Heizkessel vollautomatisch und weisen großteils kaum noch messbare Emissionen auf.“
Fröling (2)

Neben einem Interview mit Geschäftsführer Dr. Thomas Haas präsentieren wir an dieser Stelle auch den neu entwickelten Pellets-Brennwertkessel PE1c Pellet.

von: Martin Pechal

Bereits seit über fünf Jahrzehnten ist Fröling einer der wichtigsten Player am Feld der Biomasse-Heizungen. Wir wollten wissen, wie das Unternehmen die Entwicklung auf diesem Gebiet sieht, welche Chancen man in Ballungsräumen bestehen und auf welchen Messen Fröling anzutreffen sein wird. Darüber sprach „Der österreichische Installateur“ mit Fröling-Geschäftsführer Dr. Thomas Haas.

Bitte um ein kurzes Update: Wie läuft es bei Fröling?
DR. THOMAS HAAS: Bei uns läuft es aktuell sehr zufriedenstellend. Das betrifft sowohl den nationalen Absatzmarkt als auch unsere Exporte. Unser sehr breites Produktportfolio und Dienstleistungsangebot ist nahezu einzigartig und wird von unseren Partnern global sehr geschätzt. Mit unseren modernen Heizkesseln von 7 – 1.500 kW und den damit verbundenen Speicherlösungen, Austrag- und Fördersystemen können wir fast jeden Kundenwunsch erfüllen. Besonders beeindruckt zeigen sich unsere Vertriebspartner und Endkunden von unserem flächendeckenden und einsatzstarken Kundendienst. Diese Voraussetzungen lassen uns äußerst positiv in die Zukunft blicken.

Gab es personelle Neuerungen bzw. kommen diesbezüglich nennenswerte Änderungen auf Kunden und Firmenpartner zu?
HAAS: Wir sind einer der größten Arbeit- geber in unserer Region und verfügen über einen motivierten und konstanten Personal- stamm. Änderungen im Personalbereich sind keine geplant. Wir sind jedoch auch vom allgemeinen Fachkräftemangel betroffen und ständig auf der Suche nach guten und motivierten Mitarbeitern.

Sind neue Produkte/Produkterweiterungen/ Änderungen im Sortiment geplant?
HAAS: Als Marktführer sind wir naturgemäß auch der Innovationstreiber der Branche. So haben wir heuer den PE1c Pellet, den weltweit ersten Pelletskessel mit integriertem Brennwertwärmetauscher und eingebautem Elektrofilter, auf den Markt gebracht. Dieser sehr kompakte Kessel zeichnet sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad bei kaum mehr messbaren Emissionen aus. Zudem erweitern wir die Produktlinie unseres neuen Hackgutkessels T4e um zusätzliche Baugrößen. Andere Produkte und Softwarelösungen sind in der Entwicklungsphase.

Wie interpretieren Sie die Entwicklungen am – heimischen ebenso wie internationalen – Holzmarkt?
HAAS: Das Klima der letzten Jahre macht dem Waldbestand und damit auch den Land- und Forstwirten stark zu schaffen. Das betrifft vor allem den Fichtenwald in niedrigen Seehöhen. Das nachhaltige Heizen mit Holz hilft hier doppelt. Zum einen wird der Überbestand an Holz – überwiegend das Restholz – einer wertschöpfenden Verwendung zugeführt. Zum anderen kann jeder Land- und Forstwirt bei einem Heizbedarf von in etwa 50 kW th im Vergleich zur klassischen Heizung mit Öl pro Jahr ca. 24 Tonnen CO2 einsparen.

Bitte um Ihre Einschätzung zum Biomasse-Markt – wie sehen Sie die Chancen und Mög- lichkeiten in den kommenden Jahren in diesem Segment (Verkauf/Export Holzheizungen)?
HAAS: Ein Biomasse-Heizkessel verheizt einen lokal verfügbaren Brennstoff und macht den Besitzer unabhängig von weltweiten Rohstoffkrisen – denken Sie aktuell beispielsweise an den unberechenbaren Konflikt zwischen dem ölreichen Iran und den USA. Viele Indikatoren weisen auf einen künftig stark steigenden Strompreis hin – Stichwort „Elektromobilität“. Das betrifft aber einen Biomassekessel viel weniger als beispielsweise eine Wärmepumpe. Das Bewusstsein der Politik zur Notwendigkeit der CO2-Reduktion zeigt sich nicht nur im aktuellen Wahlkampf, sondern ist auch international deutlich gestiegen. Viele Heizkostenvergleiche zeigen, dass das Heizen mit Holz die günstigste Art des nachhaltigen Heizens ist. Mittlerweile funktionieren moderne Biomasse-Heizkessel vollautomatisch und weisen großteils kaum noch messbare Emissionen auf. Das sind alles Faktoren, die uns sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Lesen Sie das ungekürzte Interview ab Seite 52 in der aktuellen Ausgabe 7-8a/2019.


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